Install
git clone https://github.com/fathomise/MailFathom.git
cd MailFathom
scripts/quick-start-compose.shFür wen es sich eignet
MailFathom synchronisiert mehrere IMAP-Postfächer in eine PostgreSQL-Datenbank, die Sie selbst betreiben, indiziert diese Kopie und stellt sie der AI als Werkzeuge über MCP (Model Context Protocol) bereit. Es passt zu:
- Menschen, die AI ihre Post durchsuchen und Fragen zu E-Mails beantworten lassen wollen, statt sich wiederholt durch den Webmailer zu klicken;
- Einzelpersonen oder kleinen Teams, die bereits selbst hosten und bereit sind, Datenbank und Dienstprozess selbst zu betreiben;
- Nutzerinnen und Nutzern, denen Datengrenzen wichtig sind und die möchten, dass Kopie und Index der Mails nur auf den eigenen Rechnern liegen;
- wer mehrere IMAP-Postfächer hat und sie an einem Ort gemeinsam durchsuchen lassen will: Mehrere Konten werden in dieselbe Datenbank synchronisiert.
Voraussetzungen und was es nicht ist:
- Es ist kein gehosteter Dienst: PostgreSQL wie auch MailFathom selbst müssen von Ihnen betrieben und gepflegt werden — ungeeignet für alle, die keinen Server verwalten wollen;
- Die Belege behandeln nur die Synchronisation von IMAP-Postfächern; ob andere Mail-Protokolle, Kalender oder eine tiefe Analyse von Anhängen unterstützt werden, ist nicht beschrieben und bleibt unbestätigt;
- Schreiboperationen — Markieren, Entwürfe verfassen, Senden — sind standardmäßig vollständig ausgeschaltet und werden erst nach separater Freigabe je Konto und je Berechtigung aktiviert. Wer erwartet, nach der Installation könne die AI sofort das Postfach anfassen, muss diesen Freigabeprozess zuerst akzeptieren.
Der erste Versuch in drei Minuten
Es gibt genau einen empfohlenen Weg: das offizielle Repository klonen und das Schnellstart-Skript ausführen.
git clone https://github.com/fathomise/MailFathom.git
cd MailFathom
scripts/quick-start-compose.sh
Voraussetzungen: ein Rechner, den Sie kontrollieren, und die Bereitschaft, dass die E-Mail-Kopie in dem von Ihnen betriebenen PostgreSQL landet. Welche Ports und Umgebungsvariablen das Skript braucht, ist in den Belegen nicht beschrieben — lesen Sie das Skript vor dem Ausführen. Verbinden Sie den Dienst danach als MCP mit Ihrem AI-Client; die konkrete Anbindung ist in den Belegen nicht angegeben, maßgeblich ist die Beschreibung des Repositorys.
Für den ersten Aufruf empfiehlt sich list_accounts: ein lesendes Werkzeug, das nichts mit den Schreibaktionen Markieren, Entwürfe und Senden zu tun hat. Erfolgssignal: Die AI gibt die Liste der synchronisierten Konten zurück. Wer weitergehen will, ruft search_emails mit Stichworten auf; die Ergebnisse werden lexikalisch gerankt, und sobald Sie ein Embedding-Modell konfigurieren, fließt auch semantische Ähnlichkeit ins Ranking ein.
Gelesen wird immer nur die in die Datenbank synchronisierte Kopie; wie oft synchronisiert wird und wie groß der Abstand zum echten Postfach ist, ist nicht beschrieben und bleibt unbestätigt.
Hinweis: Nur-Lesen heißt nicht risikofrei — die lesenden Werkzeuge sehen sämtlichen in die Datenbank synchronisierten Mailinhalt; welche Postfächer in die Kopie gelangen und wie der Synchronisationsumfang gesteuert wird, ist nicht beschrieben und bleibt unbestätigt.
Anwendungsfälle
Fall 1: Eine alte E-Mail über ein Stichwort wiederfinden. Situation: Sie erinnern sich, dass irgendeine Mail ein Wort erwähnt hat, wollen aber nicht Seite für Seite im Postfach blättern. Vorgehen: Lassen Sie AI search_emails mit dem Stichwort aufrufen. Erwartbares Ergebnis: eine lexikalisch gerankte Trefferliste (mit semantischer Ähnlichkeit, sobald ein Embedding-Modell konfiguriert ist); für Volltexte danach get_email_content, das bis zu zehn Nachrichten vollständig pro Aufruf liefert.
Fall 2: Eine Frage über viele E-Mails hinweg. Situation: Fragen wie „was wurde zu dieser Sache vorher und nachher geschrieben“, die mehrere E-Mails zusammenführen. Vorgehen: ask_mail mit einem Satz in natürlicher Sprache fragen. Erwartbares Ergebnis: eine Antwort auf Basis Ihrer synchronisierten Post, in der jede herangezogene Mail einzeln zitiert wird; wie weit die Antwort trägt, hängt vom Umfang der synchronisierten Post ab.
Beide Fälle kommen mit Lesen aus. Wer markieren, entwerfen oder senden will, muss die jeweilige Schreibberechtigung vorher je Konto und je Berechtigung einzeln freigeben — das ist die offizielle Konstruktion, keine Störung.
Grenzen der Nutzung
- Lese- und Schreibnatur: Die lesenden Werkzeuge (
list_accounts,list_emails,search_emails,get_email_content,ask_mail) und die Schreiboperationen (Markieren, Entwürfe verfassen, Senden) sind strikt getrennt; Schreibfähigkeiten sind standardmäßig aus und müssen je Konto und je Berechtigung freigegeben werden. Ob eine Schreiboperation auf das echte Postfach oder auf die lokale synchronisierte Kopie wirkt, ist offiziell nicht beschrieben und bleibt unbestätigt; ob es einen Widerrufsweg gibt, ebenfalls. - Berechtigungen und Daten: Synchronisiert wird Ihr IMAP-Postfach; Kopie und Index liegen in Ihrem eigenen PostgreSQL. Wie IMAP-Berechtigungen übermittelt und gespeichert und ob sie verschlüsselt werden, ist nicht beschrieben und bleibt unbestätigt.
- Grenzen von Suche und Antwort:
search_emailsrankt standardmäßig lexikalisch, semantische Ähnlichkeit greift erst nach der Konfiguration eines Embedding-Modells; Antworten und Zitate vonask_mailstehen ausschließlich auf synchronisierter Post — was nicht synchronisiert ist, lässt sich nicht erfragen. - Nebenwirkungen und Entscheidungspunkte: Jede einzelne Schreibfreigabe ist ein Entscheidungspunkt, den Sie bewusst durchdenken sollten — geben Sie nur das frei, was Sie wirklich brauchen; die konkrete Wirkung einer Schreiboperation ist in den Belegen nicht beschrieben. Lassen Sie Schreibfreigaben beim ersten Versuch weg und bleiben Sie bei den lesenden Werkzeugen.
- Werkzeugumfang: Offiziell sind einundzwanzig Werkzeuge die gesamte Oberfläche; für darüber hinausgehende Fähigkeiten gibt es keine Belege — rechnen Sie nicht mit „wird wohl auch gehen“.
- Noch offene Punkte: Wo Schreiboperationen ansetzen, wie IMAP-Berechtigungen gespeichert werden, Installationswege jenseits des Schnellstart-Skripts, konkrete Konfigurationsoptionen und Leistungsgrenzen sowie die Synchronisationsfrequenz sind von den Belegen nicht abgedeckt; die Lizenz ist vom Typ AGPL-3.0-only (Kennzeichnung im Titel der Quelle), der Volltext ist nicht enthalten — maßgeblich ist das offizielle Repository.