Skills

Second Brain OS: Mit Claude Code ein selbst organisierendes Wissensarchiv aufbauen

Am besten geeignet, um mit Claude Code verstreute Artikel automatisch in ein vernetztes Wissensarchiv zu verwandeln: Die Installation erfordert das Klonen des Repositories im Terminal und das Kopieren von Vault und Skills, und eine Aufnahme gilt erst als erfolgreich, wenn die Links erstellt sind – wer nicht selbst konfigurieren will, ist hier falsch.

Official source · undefined-ui/second-brain-os

Install

git clone https://github.com/undefined-ui/second-brain-os.git && cp -r second-brain-os/vault-template ~/brain && mkdir -p ~/brain/.claude && cp -r second-brain-os/skills ~/brain/.claude/skills && cp -r second-brain-os/commands ~/brain/.claude/commands && cp -r second-brain-os/agents ~/brain/.claude/agents && cd ~/brain && claude

Für wen es geeignet ist

  • Geeignet für alle, die mit Claude Code ein selbst organisierendes Wissensarchiv aufbauen möchten: Du sammelst Artikel und Notizen und willst, dass sie automatisch extrahiert, mit Rückverweisen verknüpft und sauber gehalten werden – statt als Stapel von Dateien herumzuliegen, die niemand mehr ansieht.
  • Das Projekt bietet einen vollständigen Leitfaden, ein Start-Vault, Agent Skills und Skripte und arbeitet auf Basis von Markdown-Dateien, Wikilinks und SKILL.md; es funktioniert auch mit jedem Agent, der Dateien lesen kann. Obsidian ist nur der Graph-Viewer, keine Abhängigkeit.
  • Nicht geeignet, wenn du eine sofort einsatzbereite grafische Notiz-Software willst und nicht bereit bist, im Terminal ein Repository zu klonen, Verzeichnisse zu kopieren und einen Agent zu starten. Die offiziellen Quellen geben keine Auskunft darüber, welche Clients außer den genannten Agenten unterstützt werden, welche Textsprachen unterstützt werden und ob es Einschränkungen über „kostenlos, keine Registrierung“ hinaus gibt – kostenlos und ohne Registrierung, alle anderen Grenzen sind unbekannt.

Erster Versuch in 3 Minuten

Der offiziell beschriebene Hauptweg ist die Installation im Terminal nach lokal ~/brain und der Start von Claude Code in diesem Verzeichnis:

  1. Voraussetzung: git und Claude Code (Agent) sind installiert; empfohlen wird zusätzlich Obsidian, um den Graphen anzusehen.
  2. Führe im Terminal die offiziellen Installationsbefehle aus, um das Start-Vault zusammen mit Skills, Commands und Agents nach ~/brain/.claude zu kopieren:
git clone https://github.com/undefined-ui/second-brain-os.git
cp -r second-brain-os/vault-template ~/brain

mkdir -p ~/brain/.claude
cp -r second-brain-os/skills   ~/brain/.claude/skills
cp -r second-brain-os/commands ~/brain/.claude/commands
cp -r second-brain-os/agents   ~/brain/.claude/agents

cd ~/brain && claude
  1. Nebeneffekte und Kontrollpunkt: Die obigen Befehle erstellen ~/brain in deinem Benutzerverzeichnis und schreiben Dateien dorthin; falls das Ziel bereits existiert, prüfe vorher selbst, ob überschrieben werden soll.
  2. Eine risikoarme Erstaufgabe auslösen: Speichere bzw. schneide einen Artikel als Datei im Verzeichnis raw/ aus und gib in Claude Code /ingest ein. Das ist der offizielle Kern-Workflow: Der Agent nimmt das Material auf, extrahiert es, verknüpft es und räumt das Rohmaterial auf – heraus entsteht ein vernetztes Wiki. Er liest und schreibt Markdown-Dateien innerhalb des Vaults; ob er Befehle ausführt oder aufs Netz zugreift, ist in den offiziellen Quellen nicht angegeben und gilt als unbekannt. Enthält der Artikel sensible Inhalte, anonymisiere sie zuerst, bevor du sie in raw/ legst.
  3. Erfolgssignal: Der Artikel aus raw/ wurde zu einer Notizseite mit Wikilinks im Vault verarbeitet; die offizielle Regel lautet "Nothing is ingested until it is linked" – wurde im selben Durchlauf kein Link erstellt, gilt die Aufnahme als nicht abgeschlossen. Prüfe also, ob in der neuen Seite tatsächlich Links auf andere Notizen auftauchen; das ist das Kriterium dafür, ob der jeweilige /ingest-Durchlauf beendet ist. Die offiziellen Quellen geben nicht an, welche Prüfschritte /ingest intern enthält oder ob es für verschiedene Textarten unterschiedliche Abläufe gibt – das darf nicht angenommen werden.

Anwendungsfälle

Fall 1: Gesammelte Artikel einordnen. Du speicherst Artikel über den Browser, siehst sie aber nie wieder an. Szenario: Einen Artikel nach ~/brain/raw/ speichern und in Claude Code /ingest ausführen. Der Agent durchläuft den offiziellen Ingest-Workflow – Kernaussagen extrahieren, mit bestehenden Notizen verknüpfen und aufräumen. Erwartbares Ergebnis: Die Rohdatei wird in eine verlinkte Wiki-Seite umgewandelt; fehlen der neuen Seite Links, gilt der Durchlauf nach der offiziellen Regel als nicht abgeschlossen, und du kannst den Agent auffordern, die Links zu ergänzen.

Fall 2: Den Wissensgraphen in Obsidian ansehen. Szenario: Nach einigen Ingest-Durchläufen willst du prüfen, wie die Notizen verbunden sind. Vorgehen: Den Vault ~/brain in Obsidian öffnen (Obsidian ist laut offizieller Beschreibung der Graph-Viewer) und den aus Notizen und Wikilinks entstehenden Graphen erkunden. Verifizierbar: Der Vault besteht aus reinem Markdown und Wikilinks, Obsidian kann ihn direkt öffnen und den Graphen anzeigen; tiefere automatische Verknüpfungen oder Synchronisierung sind offiziell nicht beschrieben – erwarte keine Integration über die Viewer-Funktion hinaus.

Grenzen der Nutzung

  • Dateizugriff: Installation und Ausführung erstellen und verändern lokal Markdown-Dateien (~/brain, raw/, das Verzeichnis .claude); das ist Kern des Ablaufs, kein optionaler Nebeneffekt.
  • Befehle und Netzwerk: Die offiziellen Quellen nennen nur die obigen Shell-Installationsbefehle; ob der Agent während des Ingests weitere Befehle ausführt oder aufs Netz zugreift, ist dort nicht angegeben und somit unbekannt.
  • Kontrollpunkte: Sensibles Material vor dem Ablegen in raw/ selbst prüfen; vor dem Überschreiben eines bestehenden ~/brain selbst bestätigen.
  • Laufzeitumgebung: Ein lokales Terminal, git und ein Agent, der Dateien lesen kann, sind nötig (offizieller Hauptweg ist Claude Code); für die Graph-Ansicht wird Obsidian benötigt, es ist aber keine Abhängigkeit. Weitere Laufzeitbeschränkungen werden offiziell nicht aufgeführt.
  • Unbestätigte Kerninformationen: Ob die Liste unterstützter Agenten nur Claude Code umfasst (offiziell heißt es nur: works with Claude Code and any agent that reads files), welche Textsprachen unterstützt werden und welche Befehle es neben /ingest noch gibt – dazu gibt es keine Belege; vor der Nutzung kannst du in den Verzeichnissen skills und commands selbst in den tatsächlichen Dateien nachsehen.